Neue Publikation: Twin Transformation in Start-ups – echte Verzahnung bleibt selten [25.01.26]
Aktueller Artikel in Sustainable Futures (Open Access)Die Twin Transformation steht für die Idee, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam vorangetrieben werden können – und sich dabei im besten Fall gegenseitig verstärken. Doch wie häufig gelingt diese echte Verzahnung in der Praxis? Und welche Rolle spielen Start-ups dabei? Diesen Fragen gehen Prof. Dr. Andreas Kuckertz und Sebastian Hinderer in ihrer aktuellen Publikation „Selective coupling or genuine integration? Startups in the twin transformation“ nach. Der Beitrag ist als Open-Access Short Communication in Sustainable Futures erschienen. Auf Basis einer Analyse von über 21.000 Start-ups (Crunchbase) zeigt die Studie ein klares Muster:
- Echte Twin Transformer sind selten: Nur 1,95 % der untersuchten Start-ups verbinden digitale und nachhaltige Technologien konsequent.
- Asymmetrie statt Balance: Nachhaltige Start-ups nutzen häufig digitale Technologien – digitale Start-ups verfolgen dagegen selten Nachhaltigkeit als Kernziel.
- Software dominiert: Twin Transformer bieten überwiegend Software- oder plattformbasierte Lösungen.
- Kapitalintensiver als „nur digital“: Twin Transformer benötigen mehr Finanzierungsrunden als rein digitale Start-ups.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass häufig eher eine selektive Kopplung entsteht als eine tiefe Integration beider Transformationslogiken. Prof. Kuckertz bringt es zugespitzt auf den Punkt: „Oft ist es digital – und dann eben nur ein bisschen nachhaltig.“ Um echte Twin Transformation zu ermöglichen, braucht es laut den Autoren gezielte Impulse für skalierbare Deep-Tech- und Hardware-Lösungen, die für Nachhaltigkeit zentral sind.

